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Ein RosenbogenWieso es als Eingangselement zum Garten nun ausgerechnet ein Rosenbogen sein mußte, weiß ich nicht mehr genau. In der Vorbereitungsphase, vor allem bei der Rosenauswahl halfen mir sehr die User des nicht mehr existierenden GardenWeb-Forums, die sich fast alle jetzt in forum.planten.de aufhalten. ( Ghislaine de Feligonde | Guirlande d' amour | Randnotizen | Quellen ) |
![]() Das nebenstehende Bild vom Anfang Juni 2002 zeigt die Ansicht aus dem Garten heraus. Links steht eine 'Ghislaine de Féligonde', rechts eine 'Guirlande d' amour'. Auf dem Foto ist davon kaum etwas zu sehen, dafür sind die Pflanzen noch zu klein. Der Rosenbogen ist 2,6 m hoch, 50 cm tief und hat eine Durchgangsbreite von 1,6 m. Er besteht aus verzinktem, dunkelgrün lackiertem Rundeisen und ist so stabil gebaut, daß er notfalls (!) als Klettergerüst für Kinder taugt. Als dekoratives Element und Verletzungsschutz schließt jedes waagerechte Stück an beiden Seiten mit einer kleinen Kugel ab. Die aufrechten Eisen reichen 30 cm tief in die Erde und sind unter dem Weg mit Flacheisen verbunden. Das Anrühren von großem Mengen Beton konnten wir uns so sparen. Einen Holzbogen wollte ich nicht - das wirkt zu massiv für unseren kleinen Garten, außerdem hätte ich auf konfektionierte Baumarktware zurückgreifen müssen. Die Rosenauswahl wurde entscheidend von der Farbe mitbestimmt, außerdem wollte ich zwei verschiedene Sorten haben. Reine Rosatöne oder Rot schieden aus, weil diese Farben nicht zur Farbe unserer Verblender (helles, fast orangefarbenes Ziegelrot) paßt. Gleichzeitig sollten die Rosen sehr robust und wenig krankheitsanfällig sein; dazu kleinblütig, weichtriebig und nicht zu stark in die Höhe wachsend. Der Duft mußte hinter diesen Wünschen leider zurückstehen - aber nur hier, für den Rest des Gartens ist mir Duft ganz besonders wichtig. |
'Ghislaine de Féligonde' (Turbat 1916)
Pflanzung: Mitte März 2002
Quelle: Schultheis Blüte: Knospe orangefarbig, verändert sich während des Aufblühens zu rosa und weiter über Orange zu einem Cremeton. Blüten in Dolden, gefüllt; kaum wahrnehmbarer, etwas harziger Wildrosenduft. Standort: Windig, 5 h volle Sonne täglich Beipflanzung: Goldfelberich, Kornblumen, Salbei Probleme: Wenige Blattläuse im Frühling, nicht bekämpft Sonstiges: Blüten wetterfest |
'Guirlande d' amour' (Lens 1993)[3]
Pflanzung: Ende März 2002
Quelle: Kalbus Blüte: Blüten in Dolden, Cremeweiß und leicht gefüllt; deutlich kleiner und weniger gefüllt (das soll sich ab dem zweiten Standjahr ändern) als die der vermutlichen Ursprungssorte 'Ghislaine de Féligonde', die zuvor goldfarbenen Staubgefäße sind bei älteren Blüten schwarz. Duftet wundervoll und weittragend nach Weißdorn und Vanille. Standort: Windig, 5 h volle Sonne täglich Beipflanzung: Goldfelberich, Kornblumen, Lavendel Probleme: Wenige Blattläuse im Frühling, nicht bekämpft Sonstiges: Blüten erstaunlich wetterfest, Blattform identisch mit Ghislaine de Féligonde. Kräftige Pflanze, wuchs innerhalb weniger Wochen auf 70 cm und treibt weiter aus, noch bevor die ersten Blüten verblüht sind. |
![]() Hier hat sich ein Pinselkäfer (Trichius fasciatus) eine Mahlzeit aus Blütenblättern der 'Ghislaine de Feligonde' gegönnt. Das Tier gehört zu den Blatthornkäfern, genau wie der ebenfalls rosenfressenden Gartenlaubkäfer (Phyllopertha horticola) und Nashornkäfer. Gartenlaubkäfer finde ich häufig auf der Ghislaine, sie ist bei Käfern die beliebteste meiner Rosen. Das abgebildete Tier trifft bereits Flugvorbereitungen, es fühlte sich durch meine Knipserei sichtlich gestört. |
Quellen und mehr[1] Ghislaine de Féligonde auf der Rosenmeile.
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(08/2002) · |